Diagramm

 

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So sieht es aus, schlicht und einfach. Ich habe einfach das heutige Gewicht - da ich ja gestern nicht auf der Waage war, als Gewicht für den ersten Wochenwiegetag genommen... Aber nächstes Mal solls dann abwärts gehen

21.5.13 11:40, kommentieren

Der Tag nach Pfingsten...

...Begann auf der Waage - und ohne das es mich überrascht hat sagte mir diese 117,3kg, also zugenommen.

Wundert mich aber nicht und stört mich auch nicht wirklich. Das war mir Pfingsten echt wert. Schöne Abende in Familie verbracht. Und lecker Essen und auch Trinken gehörte da einfach dazu. 

Aber heute wieder ein wenig mehr Disziplin. Ich möcht ja abnehmen und nicht noch breiter werden. Wobei ich nun sicher nicht fetter aussehe wegen 500g mehr. Aber wenns immer und immer wieder 500g mehr sind sieht und merkt man es dann doch und dann wäre ich auf nem ganz falschen Weg.

 

Also heute wieder munter weiter.

21.5.13 08:00, kommentieren

Da will ich irgendwann wieder hin...

... Nein, ich bin nicht superdünn gewesen. Aber ich mochte mich so. Und irgendwann sehe ich wieder so aus...

 

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17.5.13 22:20, kommentieren

Das Zuviel im Zuwenig

Heute wars mal wieder soweit... Das Abendbrot endete in einem Fiasko aller höchster Güte.

Der Kleine Mann wollte einmal mehr nicht schlafen - völlig übermüdet und knatschend lag (nein, er krabbelte!) er im Bett... Endlich 21.28Uhr fand er Schlaf - wozu eine Milchflasche so alles taugen kann... 

Und ich? War genervt und gereizt.

Der Kleine kann da nichts dafür, mein Freund, der fertig von Arbeit kommt will ich ja auch seine wohlverdiente Ruhe gönnen, aber als ich dann so vor meinem Teller Nudeln saß, kalt und pampig... Naja. Ich hatte es satt aber aß dennoch. Wie es halt manchmal so ist.

That's live... In dem Sinne

17.5.13 21:56, kommentieren

Geschichte vier: Paul und die traurige Prinzessin

Als der kleine Paul erwachte schien die Sonne hell in den Raum, den der König ihm als Unterkunft gegeben hatte. Ihre warmen Strahlen kitzelten in der Nase.

Heute war es also soweit, er würde damit beginnen ein Ritter zu werden!

Voller Freude sprang er aus dem großen Bett, zog rasch die neue Kleidung an – Hose und Hemd ganz ohne Flicken und Schmutz, dazu einfache Lederschuhe – und rannte hinab in den gigantischen Königssaal.

Doch der König saß nicht auf seinem Thron und Paul wollte schon hinauslaufen, um ihn zu suchen, als er leises Wimmern hörte.

Da weinte doch jemand?

Paul lauschte genauer und ging um den Thron herum, da dass Weinen und Schniefen aus dieser Richtung kam.

Dort, zusammengekauert und in Tränen aufgelöst hockte ein Mädchen mit braunen Locken und in einem wunderschönen Kleid.

„Hallo, ich bin Paul und wer bist du?“ fragte er.

Das Mädchen blickte erschrocken auf, wischte sich die Tränen aus den Augen und antwortete:

„Ich bin Lilly.“

Dann blickte sie wieder traurig zu Boden und weinte erneut.

„Warum weinst du denn so schrecklich?“ wollte Paul wissen.

„Ich kann meinen Teddy nicht finden. Er ist spurlos verschwunden.“ klagte Lilly und weinte noch heftiger.

Der kleine Paul empfand tiefes Mitleid für das Mädchen. Er erinnerte sich daran, wie schlimm es war, als Schnattchen, seine Lieblings-Kuschel-Ente verschwunden war. Damals hatte er sie erst nach Tagen unter seinem Bett, zwischen den anderen Spielsachen wiedergefunden.

„Wollen wir zusammen suchen?“ bot er daher an.

„Glaubst du denn, dass wir ihn finden?“ Lilly wischte sich erneut Tränen aus den Augen und schnäutze dann in ein hellrosa Taschentuch.

„Natürlich! Ein Ritter findet alles wieder!“ bekundete der kleine Paul und versuchte sie mit einem Lächeln aufzumuntern. Dann hielt er ihr seine kleine Hand hin und half ihr auf die Beine.

„Wo hattest du ihn den zuletzt?“

Lilly überlegte.

„In meinem Zimmer.“

„Dann sehen wir dort zuerst nach! Zeig mir wo es ist.“

Lilly nahm Pauls Hand und zeigte ihm den Weg zu ihrem Zimmer.

Als sie das Zimmer betraten schrie er laut auf:

„Das ist ja eine Rumpelkammer und kein Zimmer!“

Überall lag Spielzeug verstreut auf dem Boden, dazwischen Malblöcke, Stifte, Kuscheltiere, Puppenkleidung, Kleider, Röcke und Blusen des Mädchens und noch Einiges mehr, was man nicht genau erkennen konnte.

„Hey,“ protestierte Lilly, „das ist nicht meine Schuld! Das Dienstmädchen was hier sauber macht ist krank!“

Paul sah sie an. Ein Dienstmädchen was einem das Zimmer aufräumt? Er wusste gar nicht das es so etwas gab.

„Warum räumst du denn nicht selbst auf?“

Das Mädchen wirkte beschämt und flüsterte nur leise:

„Weil ich das noch nie gemacht habe und nicht weiß wie es geht.“

Da musste er lachen, der kleine Paul.

„Aber das ist doch ganz einfach! Komm' ich helfe dir und dann finden wir ganz sicher deinen Teddy!“

Und schon legte Paul los. Er ging durchs Zimmer und schnappte sich zuerst alle Sachen, die Lilly auf dem Boden verteilt hatte und warf sie auf einen Haufen.

„So, die Sachen legen wir zusammen und dann legen wir sie in deinen Kleiderschrank.“

Er zeigte ihr, wie man Blusen zusammenlegte und die Kleider ordentlich auf einen Kleiderbügel hing. Zum Glück hatte ihm seine Mama oft gezeigt wie man das machte.

Da Lilly das Zusammenlegen der Röcke und Blusen nicht so gut hinbekam, übernahm er jedoch das Falten der Sachen und gab sie dann Lilly, die alles in den großen Kleiderschrank legte und aufhing.

Als das erledigt war, fragte er sie, ob sie eine Kiste habe.

„Ja, dort unter den Kuscheltieren.“

Der kleine Paul räumte die Kuscheltiere auf das unordentliche Bett und öffnete die Kiste.

„Dort hinein kommen jetzt die Spielsachen.“

„Aber ich brauche meine Puppe dann sofort!“ protestierte Lilly.

„Dann kommt die Puppe dann auf die Kiste.“

Ohne weitere Widerworte sammelte das Mädchen Spielsachen ein und warf sie in die offene, große Holzkiste, bis der Boden wieder sichtbar war.

Dann machte Paul die Kiste mit einem PLAUTZ zu und setzte die Kuscheltiere wieder an ihren Platz, die Puppe in deren Mitte.

Nun sah es schon fast ordentlich aus. Nur Buntstifte, Kreide, Wachsstifte und Papier zum Malen lag noch herum. Das schnappte sich Paul und legte es auf den Tisch, die Stifte steckte er in einen bunten Becher.

Er klatschte in die Hände und verkündete stolz:

„Fertig!“

Lilly sah jedoch gar nicht glücklich aus. Freute sie sich denn nicht, dass ihr Zimmer wieder so schön ordentlich war?

„Aber mein Teddy war bei den Spielsachen nicht dabei.“ jammerte sie und eine dicke Träne kullerte ihre Wange hinab.

Der kleine Paul sah sich um. Hatten sie etwas vergessen?

Ja, natürlich!

„Wir haben noch nicht im Bett nachgesehen!“ platzte er heraus.

„Aber ich habe doch im Bett schon nachgesehen, heute Morgen gleich als allererstes. Dort ist er nicht.“ gab Lilly traurig zurück.

Dennoch musste das Bett gemacht werden, bevor sie weitersuchen konnten. Er nahm Bettdecke und Kissen und warf sie auf die Erde. Das Laken war ganz verknittert und er wollte es richten.

„Kannst du mir helfen? Ich kann die Matratze alleine nicht heben.“

Lilly stellte sich auf die andere Bettseite und mit einem „Hau Ruck!“ hievten sie die Matratze nach oben.

„Teddy!“ schrie Lilly erfreut.

Tatsächlich, da lag er, auf dem kalten Lattenrost. Er musste nachts unter die Matratze gerutscht sein!

Mit einem schnellen Griff mit der rechten Hand, die linke brauchte sie, um mit Paul die Matratze zu halten, fischte sie Teddy hervor.

Mit einem KLATSCH fiel die Matratze aufs Bett zurück. Während Lilly ihren Teddy herzte und drückte, zog der kleine Paul das Laken glatt, schüttelte das Kissen und die Decke auf und richtete das Bett her.

Nach getaner Arbeit klatschte er in die Hände.

„So. Erledigt.“

Lilly fiel Paul um den Hals und drückte ihm einen Schmatzer auf die Wange. Er wollte soeben protestieren, das Mädchenküsse ekelig seien, als der König in der Tür stand.

„Lilly mein Kind, was ist denn hier los?“ wollte er wissen.

„Papa, Papa, Ritter Paul hat mit mir zusammen meinen Teddy gesucht! Er hat mich gerettet! Und das Zimmer aufgeräumt hat er auch mit mir!“ berichtete Lilly begeistert.

Der König lachte und meinte nur:

„Nun, kleiner Paul, dann hast du deine erste ritterliche Tat ja heute schon bestanden! Du hast die Prinzessin gerettet und ihr geholfen. Sehr löblich.“


Paul war mächtig stolz. So einfach konnte man also eine Heldentat vollbringen.

17.5.13 13:09, kommentieren

Geschichte drei: Paul beim mächtigen König

Da standen sie, unser kleiner Paul und Konrad, sein großes Pferd und besahen sich das Tor, welches den Weg ins Schloss versperrte. Was für ein riesiges Tor es war! Aus dunklem Holz und mit großen silbern glänzenden Schanieren.

„Und nun?“ fragte Konrad, das edle Ross.

„Wir klopfen!“ sagte Paul prompt, hüpfte auf Konrads Kopf und schlug kräftig mit seinen kleinen Fäusten gegen das harte Holztor.

Eine kleine Luke öffnete sich, und zwei grimmig dreinschauende Augen blitzen daraus hervor.

„Wer erbittet Einlass ins Schloss, sagt an!“ knurrte eine tiefe Stimme.

„Ich, Paul und sein edles Ross.“ gab Paul vornehm zurück und hob eine kleine Hand zum Gruße.

„Und was wollt Ihr?“ knurrte es erneut.

„Ich möchte zum König, damit er mich zum Ritter macht!“ antwortete Paul.

Ein rasselndes Lachen drang hinter dem großen Tor hervor.

„Wie kommt Ihr darauf, dass der mächtige König euch zum Ritter macht?“ Der Wachmann hinter der Luke lachte noch immer.

„Na, weil er der König ist!“ gab Paul simpel zurück.

Und das war die Wahrheit. Wer sonst sollte jemanden zum Ritter schlagen, wenn nicht der große, mächtige König?

Die Luke schloss sich ohne das der Wachmann ein weiteres Wort sprach. Dann knarrte und ruckte und quietschte und knackte es und das riesige Tor öffnete sich träge und langsam.

Dahinter kam die Gestalt eines dicken, bärtigen Mannes hervor. Seine Haut war braun, vom vielen Wache halten in der heißen Sonne und sein Bart, sowie das wenige Haar, welches unter seinem Helm hervorlugte, waren hell, die Augen grau.

„Du willst also ein Ritter sein, Winzling!“

Erneut lachte der Wachmann und hielt sich den dicken Bauch, der bebte und schaukelte.

„Ja, genau das möchte ich, Herr Wachmann!“ sagte Paul aus voller Überzeugung.

Kopfschüttelnd machte der dicke Wachmann den Weg frei.

„Dann komm' herein, Kleiner. Aber erwarte nicht zu viel.“

Paul ging durch das große Tor, Konrad folgte ihm, seine Hufeisen klackerten.

Der Schlosshof war ganz mit hellem Stein gepflastert, ein mit Engeln verzierter Springbrunnen spie prächtige Wasserfontänen in die Luft. Dahinter erhob sich das prächtige Schloss des Königs, erbaut aus weißem Mamor und mit Gold und Edelsteinen verziert. Die Fenster waren allesamt aus bunten Glas, jedes zeigte eine andere Blume, in rot, blau, gelb, violet und grün.

Überall auf dem Hof eilten fleißige Arbeiter umher. Frauen mit großen Wäschekörben, Männer mit Äxten, Dienstburschen in leuchtender Kleidung und mit einer Feder am kleinen Hut.

Paul war fasziniert. Soviel Prunk und Glanz hatte er noch nie gesehen!

Konrad hinter ihm wieherte.

„Das ist ja fantastisch! Ob es einen Stall gibt, wo ich schlafen kann?“

Konrad sah wahrlich müde aus, von der langen Reise zum Schloss und das brave Pferd hatte sich etwas Ruhe wohl verdient.

„Wachmann? Kann ich mein Pferd in den Stall bringen?“ fragte der kleine Paul deswegen den Wachmann.

„Natürlich, die Ställe sind gleich da hinten.“ Er zeigte auf ein langes, niedriges Seitengebäude. „Ich heiße im übrigen Kurt. Niemand am Hofe nennt mich Wachmann. Einfach Kurt.“

„Dann dank' dir, Kurt.“ meinte Paul und machte eine Verbeugung, so tief das seine kleine Nase beinahe das Pflaster berührte.

Der dicke Kurt lachte abermals und Paul führte Konrad zu den Ställen, die nach frischem Heu dufteten.

„Oh, wie wunderbar. Sie nur die großen Boxen! Und in jeder Box eine eigene Tränke und ein Bündel Stroh!“

Das edle Ross war sichtlich begeistert und ließ sich sogleich in einer leeren Box nieder, trank Wasser, steckte seinen Kopf ins Stroh und legte sich dann zum Ruhen nieder.

„Ruh' dich aus, ich gehe derweil den König suchen.“ verabschiedete sich Paul und machte sich auf den Weg zum Schloss.

Die Treppen die zum Eingang hinauf führten waren nicht für kleine Beine gemacht. Der kleine Paul musste sich doll anstrengen und kam leicht außer Atem oben an.

Die Flügeltür des Schlossen schwang auf, ohne das er sie berührte und gab den Blick in einen riesigen Saal frei, welcher mit Samt, Mamor, Seide und allerlei Prunk ausgestattet war. In der Mitte stand ein prächtiger Thron, ganz aus Gold und Edelstein. Ob solch ein harter Thron wohl bequem sein konnte, fragte sich Paul und trat leise ein.

„Wer besucht mich, so sprich!“ sagte eine laute, aber freundliche Stimme und der kleine Paul hob den Blick.

Die Augen fest und tapfer auf den König gerichtet, ein imposanter Mann, in langer roter Robe und mit einer wunderschönen Goldkrone auf dem Kopf, sagte er:

„Ich, Paul, Sohn des Kutschers, ersuche euch, edler König.“

Der König lächelte mild und fragte weiter:

„Nun denn, kleiner Kutscherssohn, was ist dein Begehr?“

Paul kam etwas näher und als er nur noch wenige Schritte vom Thron entfernt war, sprach er:

„Ich möchte Ritter sein, gnädiger König. Ich möchte euch als edler Rittersmann vor Räubern, Drachen und anderen bösen Dingen schützen und Tuniere für euch gewinnen.“

Der König lachte laut auf und legte seinen gekrönten Kopf schief.

„Nun, ein Ritter wird man nicht ohne ritterliche Taten, kleiner Mann.“

Paul senkte traurig den Blick und sah auf seine kleinen Füße hinab.

„Aber ich möchte so gerne in Ritter sein.“ flüsterte er leise, mehr zu sich selbst als zum König.

„Paul, kleiner Sohn des Kutschers, niemand wird mit einer Bitte von meinem Hofe gejagt. Doch bist du dir ganz sicher, dass du ein Ritter sein möchtest und alles lernen willst, was dazu nötig ist?“

Natürlich! Und ob Paul das war!

Aber er sagte es nicht, sondern nickte nur, weil man einem König gegenüber ein ordentliches Benehmen an den Tag legen musste.

„Nun denn, so sei es. Ab Morgen beginnt deine Ritterausbildung. Heute ist es nur noch Zeit zu Bett zu gehen. Aber vorher nimmst du ein Bad und lässt dich neu einkleiden. Ich dulde Schmutz und zerrissene Kleidung nicht an meinem Hofe.“

Nach diesen Worten klatschte der König laut in die Hände.

Zwei Diener eilten herbei, erhielten ihre Aufgaben und führten dann Paul hinaus.


Auf dem Weg zum Baden strahlte er übers ganze Gesicht.

Er würde Ritter werden, ein richtig echter Ritter, mit allem was dazugehörte. Er sprang vor Freude in die Luft.

17.5.13 11:24, kommentieren

Geschichte zwei: Paul auf dem Weg zum Schloss

Paul und Konrad waren schon einige Zeit unterwegs. Sie waren auf der Hauptstraße des Dorfes in Richtung Schloss geritten und als das letzte Haus schon eine gefühlte Ewigkeit hinter ihnen lag, fing Pauls kleiner Bauch fürchterlich zu grummeln an.

„Oh, ich habe solchen Hunger, Konrad.“ jammerte er und streichelte über sein leeres Bäuchlein.

„Halte durch, kleiner Paul, bald kommt eine Allee mit vielen Bäumen, an denen Früchte wachsen.“ tröstete das große Pferd und bemühte sich, selbst hungrig, etwas schneller zu traben.

So ritten sie weiter und das Knurren ihrer Mägen wurde lauter und lauter.

Als es beinahe so laut war, dass man damit einen Bären erschrecken konnte, kam endlich die Allee in Sicht.

Prächtige große Bäume standen dort, rechts welche mit dicken, rotbackigen Äpfeln und links welche mit Kirschen, die leider noch ganz grün und ungenießbar waren.

„Schneller Konrad, ich verhungere gleich!“ versuchte Paul sein Pferd zu einem schnellen Galopp zu animieren.

Durch den süßen Duft der leckeren Früchte ganz außer sich, rannte Konrad so schnell, dass er nach Luft schnappen musste, als er endlich unter einem gewaltigen Baum stehen blieb.

Paul stieg hastig auf den großen Kopf des Pferdes und pflückte einen Apfel der so groß war, dass er kaum in seine Hände passte.

„Hier Konrad, der ist für dich, mein treues Ross.“ sagte er und ließ die Frucht auf den Boden plumpsen.

Dann schnappte er sich schnell einen zweiten Apfel, rutschte den Pferdehals hinab, zurück auf den gemütlichen Pferderücken und biss herzhaft in das saftige Fruchtfleisch.

Konrad fraß genüsslich schmatzend und patschend seinen Apfel in Windeseile auf und bat um einen zweiten, den er auch bekam.

Immerhin trug er den kleinen Paul den gesamten Weg und außerdem hatte ein großes Pferd natürlich auch mehr Hunger als so ein kleiner Paul.

Als beide fertig gegessen hatten, wieherte Konrad: „Jetzt habe ich Durst, einen Riesendurst!“

Paul sah sich um, denn auf dem Pferderücken saß er hoch und konnte gut in die Ferne sehen.

„Dort hinten fließt ein Bach, dort können wir trinken.“

Konrad wollte am liebsten sofort und auf der Stelle loslaufen, aber der kleine Paul gebot ihm, stehen zu bleiben.

„Aber warum denn nur? Ich habe doch so Durst!“ jammerte das Pferd.

„Zuerst pflücke ich noch ein paar Äpfel, damit wir später noch etwas Essen können. Wer weiß, wann wir das nächste Mal so ein Glück haben und etwas zu Essen finden.“

Das war klug vom kleinen Paul und so blieb der durstige Konrad brav stehen und wartete geduldig, bis sein Reiter noch ein paar Äpfel gepflückt und im Eimer verstaut hatte.

„Jetzt können wir los, edles Ross!“ sagte Paul und Konrad galoppierte so schnell los, dass beinahe die schönen Äpfel aus dem Eimer auf den staubigen Weg gefallen wären. Das sanfte Plätschern des Wasser war bald darauf zu hören.

Konrad hing schon die Zunge aus dem Mund.

„Durst, Durst, Durst!“ schnaubte er und mühte sich, dass Wasser endlich zu erreichen.

Am Bach angekommen, stieg Paul mit Hilfe seiner Eimer-Leiter von seinem Pferd und stellte sich an den Bachlauf. Konrad beugte sich soeben nach vorn um endlich zu trinken, als Paul rief:

„Sieh' nur, da sind Fische! Wie hoch die springen können!“

„Fische!“ Konrad machte einen großen Satz zurück.

Verwundert fragte Paul, was er denn nur habe.

„Ich fürchte mich vor Fischen. Die sind so glibberig und fischig.“

„Aber ich dachte du hast Durst?“

Den hatte Konrad auch, aber er fürchtete sich so davor, dass einer der Fische gegen seine Nase springen könnte, dass er es nicht fertig brachte aus dem Bach zu trinken.

„Nun muss ich verdursten.“ klagte er und sah traurig drein.

Doch Paul hatte eine Idee. Er nahm seinen Eimer, indem der die leckeren Äpfel verstaut hatte und leerte ihn.

„Warum wirst du denn die ganzen Früchte weg, kleiner Paul?“ wunderte sich Konrad.

„Ich werfe sie nicht weg, ich lege sie nur kurz hierher, weil ich den Eimer brauche.“ korrigierte ihn Paul und legte den letzten Apfel ins grüne Gras.

Da er den großen Eimer nicht tragen konnte, stellte er sich dahinter und schob ihn zum Bach, um ihn dann mit einem lauten PLATSCH hinein zu werfen.

Das Wasser floss in das Innere des Eimers. Dann nahm Paul das freie Seilende und lief zu Konrad.

„Du musst das in den Mund nehmen und ziehen. Der Eimer ist für mich zu schwer.“

Das Pferd nahm das Seilende ins Maul und zog und zog und zog, so fest es nur konnte, bis der Eimer wieder am Ufer angekommen war.

„Und jetzt gib ihm schnell einen Tritt, damit er wieder aufrecht steht!“ rief Paul.

Ein kräftiger Pferdetriff und der Eimer stand, halbvoll mit Wasser.

„Jetzt kannst du trinken, ganz ohne Angst vor glischigen Fischen haben zu müssen.“

Konrad machte vor Freude einen großen Satz und steckte dann schnell den Kopf in den Eimer und trank.

Mit patschnassem Gesicht tauchte der Pferdekopf kurz danach wieder aus dem Wassereimer auf und Konrad sah zufrieden aus.

„Das tat gut! Danke kleiner Paul!“

Paul ging an den Bach und trank nun selbst etwas Wasser, dass er mit seinen Händen sammelte.

„Meinst du, du schaffst es nun bis zum Schloss, Konrad?“

Das Pferd nickte und wieherte zustimmend.

Und so stieg der kleine Paul wieder aufs Pferd, machte den Eimer am Sattel fest und Konrad hob die Äpfel mit seinem Mund auf und legte sie zurück.

„Sieh mal, dort hinten, da glänzt etwas!“ rief Konrad als er in die Weite blickte.

„Das ist die Turmspitze des Schlosses! Papa hat immer erzählt, sie sei ganz aus Gold und man kann sie von weitem glitzern und funkeln sehen!“

Ohne weitere Umschweife setzte sich Konrad in Bewegung, immer den Bach entlang, Richtung der Funkel-Turmspitze des Schlosses.


Als es eben dunkel wurde, kamen sie am großen Schlosstor an.



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